In der Generation von Billigfliegern und budgetfreundlichen Hostels ist eine Reise nach Rom über das Internet schnell geplant. Die historische Altstadt ist nicht riesig – im inneren Stadtzentrum ist alles bequem zu Fuß erreichbar – und das Angebot an Unterkünften ist so groß, dass man sich beinahe nicht ‚falsch‘ entscheiden kann.

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Ankommen in Rom

Nach kurzer Überlegung und einem Blick in den Geldbeutel ist unsere Entscheidung auf ein günstiges Zimmer in der Privatwohnung eines waschechten Römers gefallen.

Nur wenige Metrostationen vom Zentrum entfernt, lag die Wohnung in einem typisch italienischen Wohnblock, umgeben von gemütlichen Enoteken (Weinbars) und den typischen Cafés, die zum hektischen römischen Frühstück im Stehen einladen.

Günstige Alternative mit authentischem Flair – eine großartige Entscheidung! Vor Abreise habe ich mich bereits mit dem Reiseführer 100% Rom vom mo media Verlag vertraut gemacht, um bei unserem strammen Zeitplan von nur drei ganzen Tagen keine wertvolle Zeit zu verlieren.

Frühstück Dolce, das typische Cornetto mit Cappuccino und Fruchtsaft

Die Schönheit der Gassen und Gänge in der historischen Altstadt

Es gibt zwei internationale Flughäfen im Stadtgebiet. Zum einen den im Westen gelegenen Fiumicino (gut 30 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt) und den näher gelegenen Mini-Flughafen Ciampino, der trotz dichten und chaotischen Verkehrs in gut 40 Minuten mit dem Shuttle Bus zu erreichen ist. Nach der Ankunft sollte man unbedingt nach dem Linienbus zur Metrostation ‚Anagnina‘ Ausschau halten.

Tickets können für schlappe 1,20 Euro direkt beim Busfahrer gekauft werden, von der Metrostation geht es dann für 1,50 Euro weiter in die Stadt. Wer lieber etwas mehr ausgibt und dafür komfortabler chauffiert wird, bucht am Schalter in der Ankunftshalle ein 5 Euro Ticket für den Airport Express, der direkt zum Hauptbahnhof Termini fährt.


Sight-Seeing in der italienisch-historischen Hauptstadt

Die Sehenswürdigkeiten der Stadt sind alle gut zu Fuß zu erreichen. Wer gerne spaziert, schlendert und die Gegend erkundet, wird sich in dieser Stadt nur allzu wohl fühlen. Vom Kolosseum zur Spanischen Treppe einmal quer durch die Stadt ist man bei zügigem Gang gute 45 Minuten unterwegs. Nicht von den Dimensionen der Stadtkarte täuschen lassen – die Wege sehen weiter aus als sie tatsächlich sind.

Es empfiehlt sich, eine hochwertige Straßenkarte von Rom zu kaufen, auf der auch die kleinen Gassen und Nebenstraßen mit Namen eingetragen sind.

Turnschuhe sind ein absolutes Muss! Pause auf dem Petersplatz

Ansonsten kann es bei der altertümliche Straßenführung und den plötzlichen Übergängen von einem Straßennamen zum nächsten zu Verwirrung kommen. Selbst wer sich verläuft, sollte sich auf keinen Fall ärgern. Die historische Altstadt lebt geradezu von den verwinkelten Gassen und ihrem einladenden Charme. Das Nachtleben pulsiert sogar unter der Woche und die Atmosphäre in den kleinen Trattorien und neben den so typischen Brunnen der Stadt ist atemberaubend und ansteckend.


Italienisches Panino - Die perfekte Mahlzeit für zwischendurch

Kulinarisches Erlebnis im Land von Pizza, Pasta und Co.

Wer sich nicht nach jeder Mahlzeit die Finger leckt, hat etwas falsch gemacht.

An nahezu jeder Straßenecke kann man Panini, die italienische Version des belegten Brötchens, und Gelato, original italienisches Eis, kaufen. Die unzähligen Trattorien mit landestypischer Küche lassen kaum Raum für internationale Speisen. Wer nach Sushi und Thai Curry sucht, wird lange suchen.

An jeder Ecke warten Leckereien, an wirklich jeder!


Kolosseum bei Nacht

Viel mehr lohnt es sich also, die vielen Varianten von Pasta und Gebäck zu probieren, den Unterschied der italienischen Schinkensorten zu schmecken und den starken Cappuccino mit dem Cornetto (Hörnchen mit dezente Orangen-Note) am Morgen zu genießen.

Rom – Stereotype und Wirklichkeit

Alle sprechen immer davon, dass Rom die Hochburg der Taschendiebe sei. Natürlich ist es sinnvoll, die Handtasche nah am Körper zu halten, wenn man sich gerade durch die Menschenmasse auf dem Petersplatz quält. Man muss aber auch nicht apathisch nach verdächtigen Personen in der Menge Ausschau halten.

Eine Tasche mit Reißverschluss mitnehmen, die wertvollsten Wertsachen daheim lassen und den Urlaub gelassen angehen. Wer lächelt und sich bei Einheimischen mit einem freundlichen “Mille Grazie!“ bedankt, bekommt nicht selten den zweiten Wein am Abend geschenkt.

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