Amsterdam war im Laufe seiner Geschichte immer wieder für Juden aus ganz Europa ein Zufluchtsort. Deshalb wird die niederländische Metropole auch im Jiddischen Mokum genannt. Vor Beginn des Zweiten Weltkriegs waren rund zehn Prozent der Einwohner der Stadt jüdisch. Die meisten lebten in den östlichen Stadtgebieten wie der Jodenbuurt. Diese lag zwischen Amstel, Nieuwmarkt und Nieuwe Herengracht. Durch bauliche Veränderungen in der Stadt nach dem Zweiten Weltkrieg und durch die Zerstörungen während der Zeit des Zweiten Weltkriegs gibt es das jüdische Viertel in seiner ursprünglichen Form heute nicht mehr.

Reise Know-How CityTrip Amsterdam: Reiseführer mit Faltplan
9 Bewertungen

Reise Know-How CityTrip Amsterdam: Reiseführer mit Faltplan

  • Sabine Burger, Alexander Schwarz
  • Reise Know-How
  • Auflage Nr. 4 (27.01.2014)

Joods Historisch Museum

Im Jahr 1987 wurde unter Teilnahme von Königin Beatrix das Joods Historisch Museum eröffnet. Das Museum ist in einer von insgesamt vier aus dem 17. und 18. Jahrhundert stammenden Synagogen untergebracht. Heute ist es eins der bedeutendsten jüdischen Museen und zeigt Einblicke in die Geschichte des Judentums. Besucher erwartet im Museum eine Ausstellung mit Videoaufzeichnungen, Fotos und weiteren Exponaten zur Geschichte des Judentums. Auch Gebrauchsgegenstände, die vom Leben, der Kultur und der Traditionen des Judentums zeugen, können besichtigt werden. Das besondere an diesem Museum ist, dass die vier ehemaligen Synagogen Dritte Sjoel, Neue, Obene und Grote durch Gänge, die mit Glas überdacht sind, verbunden sind.

Eines der zentralen Themen der Ausstellungen im Joods Historisch Museum ist die Geschichte der Juden in den Niederlanden und die Verfolgung im Zweiten Weltkrieg durch die Nationalsozialisten. Ein zentrales Ziel aller Ausstellungen ist es, den Besuchern die Kultur und die Tradition des Judentums näher zu bringen und das Verständnis für das Judentum und seinen Glauben sowie die jüdische Kultur zu fördern. Für den koscheren Genuss steht im Museum ein Café bereit. Im Café liegt Literatur aus und es stehen Computer bereit, so dass sich Besucher während einer kleinen Pause weiter über die Geschichte, die Tradition und die Kultur des Judentums informieren können.

Wirkte im Jüdischen Viertel von Amsterdam: Altmeister Rembrandt

Waterlooplein in Amsterdam – Marktbesuch in Amsterdam

Im ehemaligen jüdischen Viertel findet montags bis samstags von 8:30 Uhr bis 17:30 Uhr der bekannteste Markt der niederländischen Metropole, der Waterlooplein statt. Der Markt bietet neben Medien und Tonträgern sowie Secondhand-Kleidung auch Stoffe und Kunstdrucke, so dass es für jeden Besucher auf diesem Markt viel zu entdecken gibt. Der Markt hat eine eigene Metro-Station und kann mit den Straßenbahnen 9 und 14 erreicht werden.

Botanischer Garten in Amsterdam

Er ist einer der ältesten botanischen Gärten in Amsterdam – der Hortus Botanicus in der Plantage Middenlaan 2a. Eröffnet wurde der Botanische Garten im Jahr 1638. Damals trug er den Namen Hortus Medicus Amstelodamensis. Mehr als 6.000 Pflanzen können in den Innen- und Außenbereichen besichtigt werden. Tropische Gewächse wie eine mehr als 300 Jahre alte Cycas Palme gibt es im Palmenhaus zu sehen. Drei Klimazonen vereinen sich in einem weiteren Gewächshaus. Beeindruckend ist auch die Vielfalt von hunderten Faltern aus den Tropen, die im Schmetterlingshaus bewundert werden können. Der Botanische Garten in Amsterdam hat montags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

Natura Artis Magistra – Zoobesuch in Amsterdam

Übersetzt bedeutet der Name Natura Artis Magistra des Amsterdamer Zoos „die Natur ist die Lehrmeisterin der Kunst“. Der Zoo ist der erste Tierpark in Europa und wurde 1838 gegründet. Initiator der Gründung war Gerard Frederik Westerman, ein Buchhändler, der das Ziel hatte, den Menschen einen anschaulichen Einblick in die Natur zu geben. Im Park des Zoos stehen neben beeindruckenden Skulpturen und historischen Bauwerken auch imposante Bäume. Inmitten des Parks liegt auch einer der größten Stadtgärten, der nicht nur von Touristen, sondern auch von den Einwohnern Amsterdams sehr gerne besucht wird. Insgesamt rund 17 Hektar misst die Zooanlage und bietet Einblicke in die Welt von mehr als 700 Tierarten.

Jetzt günstige Übernachtungen in Amsterdam finden >>

Flora und Fauna im Amsterdamer Zoo

Der Zoobesucher in Amsterdam erlebt eine Symbiose aus Flora, Fauna, Gesteinen und Universum. Insgesamt fünf Elemente prägen den Zoo, der Landtiere aus aller Welt beherbergt. Auch ein Streichelzoo für Kinder mit heimischen Tierarten ist integriert. Das im Jahr1882 eröffnete Aquarium zeigt mehr als 300 Wassertierarten. Beeindruckend sind auch die in der großen Halle integrierten Aquarien, die nachgebildete Ökosysteme vom Amazonas und den Korallenriffe aus den Tropen sowie von den Amsterdamer Kanälen zeigen.

Nachtaktive Tierarten können im Tag- und Nachthaus beobachtet werden. Neben der beeindruckenden Fauna zeigt der Natura Artis Magistra auch eine große Vielfalt an Pflanzen und Gewächsen. Der im Zoo integrierte botanische Garten zeigt Blumen, Sträucher, Bäume und Stauden aus der ganzen Welt. Im Tropischen Gewächshaus können viele exotische Pflanzen entdeckt werden.

Freilichtmuseum Amsterdam

Thema-Ausstellungen im Zoologischen Museum

Verschiedene thematische Ausstellungen im Zoologischen Museum beschäftigen sich mit der Beziehung zwischen Menschen und Tieren. Über die Geschichte des Lebens auf der Erde berichtet das Geologische Museum. Hier können Fossilien, Kristalle und Steine, die von vergangenen Zeiten zeugen, besichtigt werden. Einen Blick in die Sterne bietet das mit einer insgesamt 640 Quadratmeter großen Projektionskuppel ausgestattete Planetarium. Im Zoo in Amsterdam werden auch Führungen angeboten! Diese finden immer sonntags um 11 Uhr statt. Um den Amsterdamer Zoo zu erreichen, können die Pendelboote Artis Express von der Centraal Station aus genutzt werden. Bei den Betreibern der Pendelboote können auch Kombitickets gekauft werden, so dass die Zoobesucher im Anschluss noch eine Fahrt durch die Amsterdamer Grachten genießen können.

Tropenmuseum in Amsterdam – Einblicke in die Völkerkunde in historischem Ambiente

Mehr als 340.000 historische Fotos und Gegenstände machen das Tropenmuseum in Amsterdam zu einem europaweit führenden Museum für Ethnografie. In insgesamt neun Dauerausstellungen und zahlreichen wechselnden Ausstellungen werden Gegenstände auf ihrer Reise um die Welt vorgestellt und es werden Einblicke in die Geschichte der Völkerkunde gezeigt. Für Kinder werden interaktive Ausstellungen geboten und auch von außen kann das Museum durch seine besondere und historische Architektur überzeugen und ist einen Besuch wert. Im Jahr 2003 wurde das im Jahr 1926 als größtes Gebäude Amsterdams errichtete Bauwerk zum Rijksmonument erklärt. Die Öffnungszeiten des Tropenmuseums in Amsterdam, das in der Linnaeusstraat liegt, sind dienstags bis sonntags von 10 Uhr bis 17 Uhr.

DuMont direkt Reiseführer Amsterdam
21 Bewertungen

DuMont direkt Reiseführer Amsterdam

  • Susanne Völler, Jaap van der Wal
  • DUMONT REISEVERLAG
  • Auflage Nr. 3 (06.05.2014)
Jetzt günstige Übernachtungen in Amsterdam finden >>

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!

Benachrichtige mich zu:
avatar
wpDiscuz