Spanien, welches über vier Fünftel der iberischen Halbinsel einnimmt, ist ein Land der Kontraste – vom grünen Norden über die karge Meseta bis in den sonnigen Süden -, geprägt von einer großen kulturellen Vergangenheit ebenso wie von vielen eigenständigen Traditionen, die den unterschiedlichen Charakter der Regionen und Städte widerspiegeln. “Vielgestaltig, aber eine Einheit ist das Land; vielgestaltig, aber eins das Volk”, schrieb der Schriftsteller Salvador de Madariaga. Damit aber die Highlights der Spanien Sehenswürdigkeiten nicht übersehen werden, hier eine detaillierte Beschreibung der Top 10 Sehenswürdigkeiten Spaniens auf der iberischen Halbinsel.

Spanien Sehenswürdigkeiten – Was muss man gesehen haben

Spanien ist eines der beliebtesten Reise-Ziele (nicht nur für Deutsche), sodass insbesondere bei einem Kurz-Trip nicht alle Feinheiten und Sehenswürdigkeiten des Landes “mitgenommen” werden können. Es gibt eine Fülle der schönsten Reiseziele in Spanien, die sich zudem noch sehr abwechslungsreich präsentieren: Da sind moderne Städte wie die lebhafte Hauptstadt Madrid, die Kulturmetropole Bilbao oder das quirlige Barcelona.

Mittelalterliches Flair bietet die Welterbestadt Santiago de Compostela, das maurisch geprägte Andalusien und Kastilien mit Städten wie Toledo. Daneben gibt es spektakuläre Küstenlandschaften wie die Costa Brava, die Costa Blanca und die Costa de la Luz oder die Balearen und Kanaren mit ihren beliebten Stränden. Atemberaubende Naturparks und traumhafte Gebirgslandschaften locken in Asturien, Kantabrien und der Extremadura.

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Alhambra

Die Stadtburg Alhambra bei Granada gehört seit 1984 zu den UNESCO Weltkulturerbeschätzen. Sie zählt zu den schönsten Beispielen maurischen Baustils der islamischen Kultur. Besonderer Anziehungspunkt sind die Gärten von Alhambra. Die Alhambra thront auf einem Ausläufer der Sierra Nevada wie ein Palast aus 1001 Nacht. Als Bauten der maurischen Zeit gilt die Festung als die größte profane Anlage Spaniens. Alhambra ist eine der meistbesuchten Stätten Europas und zählt damit zu einer der meistbesuchten Spanien Sehenswürdigkeiten. Die weitläufige Anlage verfügt über unzählige Besonderheiten. Die märchenhafte Romantik ist aufgrund der täglichen Besucherströme etwas schwierig einzufangen, aber doch eine Besichtigung der verwinkelten Gebäude, Säle und Außenanlagen am späten Abend (“Vista Nocturna“) bietet Atmospähre und stimmungsvolles Licht. Touristen sollten unbedingt genügend Zeit einplanen! In der Festungsstadt finden regelmäßig spektakuläre Veranstaltungen statt. Wegen der hohen Nachfrage ist es ratsam für eine intensive Besichtigung Alhambras die Eintrittskarten vor dem Besuch zu bestellen.

Sehenswertes in Alhambra

Alhambra wird in vier Teile aufgegliedert. Diese setzten sich wie folgt zusammen:

  • Der Generalife, welcher außerhalb der Festungsmauern liegt.
  • Die Paläste der Nasriden auf der Medina.
  • Die Militärfestung Alcazaba, die als Unterkunft für Soldaten dienten.
  • Die Gärten Alhambras

Die Alhambra im Detail

In der Mitte des 13. Jahrhunderts wurde der Palast Generalife erbaut. Er diente als Sommerresidenz und Erholungsstätte der Könige von Granada. Grundlegend gehörte der Palast nicht zu Alhambra. Entgegen den anderen Bauten des Alhambra, ist der Generalife nicht sonderlich schmuckvoll. Touristen erkennen aber bei einem Besuch die Ruhe und Ausgeglichenheit, die dieser Ort mit sich bringt. Die überaus bemerkenswerte Gartenanlage kann durch einen Spaziergang entlang von Zypressen erreicht werden. Der Zypressenhof ist durch Bewässerungskanäle und Wasserspiele gezeichnet.

Alhambra Springbrunnen

Durch Säulengärten geht es vorbei an Gärten mit Brunnen, zu den Königlichen Bädern und – zweifellos ein Höhepunkt der Anlage – zum Harem, den ‘verbotenen' und privaten Gemächern des Sultans. Ein besonders wichtiger Teil des Palastes war die Alcazaba, die Militärfestung mit Wach- und Waffenturm an der Westspitze.

Die Alhambra Gärten sind einmalig auf der Welt: Eine enorme Vielfalt an Blumen, Pavillons, Brunnen und Wasseranlagen bezaubern jeden Besucher. Die “Jadirnes del Partal” sind am nördlichen Rand der Alhambra zu finden und ein idealer Ort, um sich von einer Besichtigungstour zu erholen. Hier schweift der Blick über akkurat gepflegte Gärten mit künstlich angelegten Teichen und exotischen Pflanzen. Die Wege zwischen ihnen erinnern an ein Labyrinth.

Der Myrtenhof liegt ebenfalls nördlich und gehört zum Palast der Nasriden, dem einstigen Wohnsitz der Könige von Granada. Die Nasridenpaläste sind Zentrum und Herzstück der gesamten Anlage. Der Naridenherrscher Al-hamar ließ im 13. Jahrhundert den ersten Nasriden Palast erbauen. Nach der Eroberung der Christen ist hier nur wenig geändert worden, sodass die arabisch-maurische Architektur erhalten blieb. Der Hof selbst ist ein rechteckiges Wasserbecken, umrahmt von einer dicht gewachsenen Myrtenhecke.

Tipps für einen Besuch der Alhambra

  • Es ist nicht erlaubt Blumen aus den Gärten zu entwenden oder zu pflücken.
  • Bei einer Besichtigung der Alcazaba sollte festes Schuhwerk getragen werden.
  • Der Nasriden Palast verfügt über eine enorme Besucherzahl, daher werden Besucher nur jede halbe Stunde eingelassen. Eine vorherige Reservierung ist ratsam!

Alhambra Baukunst

Unübersehbar ist der „Torre de la Vela“. Der etwa 26 Meter hohe Aussichtsturm wurde bereits vor der Nasridenzeit errichtet. Er ermöglicht einen einzigartigen Blick über Alhambra und die Umgebung. Wenn möglich sollten Reisende während der Osterzeit den Alcazabe besuchen. Von dort aus ist ein faszinierender Blick über die Paraden, Festspiele und Feuerwerke möglich.

Mezquita Kathedrale Cordoba

Die Mezquita-Kathedrale Cordoba (“Moschee-Kathedrale“) ist mit einer Fläche von 24.000 Quadratmetern der drittgrößte Moscheebau der Welt. Sie steht mitten in der Altstadt von Cordoba und zählt zu den bedeutendsten Kirchen der Welt. Die Kathedrale ist zeitgleich das historische Erbe der Araber. Besucher sind vor allem durch das einzigartige Licht- und Schattenspiel im Inneren der Kirche fasziniert.

Die Mezquita besitzt vier kunstvolle Fassaden, auf denen die Entwicklungsgeschichte der Moschee zu erkennen ist. Der Glockenturm ragt mit seinen 54 Metern als höchster Turm aus der Stadt und ist lediglich eine Verkleidung des Minaretts. An einigen Stellen ist die rotbraune Fassade des muslimischen Gebetsturms noch zu sehen.

Mezquita Catedral de Cordoba

Die dämmrige Atmosphäre der Säulenhalle lässt Besucher ein wenig frösteln. Waberte gerade noch der Duft von 96 Orangenbäumen süßlich durch den Orangenhof und betörte die Sinne, müssen sich die Augen beim Betreten des Innenraums durch das Palmentor zunächst einmal an die Dunkelheit gewöhnen. Geheimnisvoll wartet das Innere der Mezquita mit ihren insgesamt 19 Schiffen.

Nur langsam nehmen die Säulen ringsum farbige Gestalt an: Mehr als 800 von ehemals 1013 stehen noch – 70 mussten beim Bau der Kathedrale im Zentrum der Moschee weichen. Aus der Mitte des Betsaals wirken die Säulen wie ein Palmenwald. Sie tragen zweigeschossige Bogenreihen, deren obere Enden reich verziert sind. Typisch für die einstige Moschee: der Farbwechsel aus roten und weißen Ziegeln oder Kalkstein.

Höhle von Altamira

In Kantabrien etwa 2 Kilometer von Santillana del Mar entfernt befindet sich die weltweit bekannte Höhle von Altamira. Erst 1868 wurde die Höhle durch einen Zufall entdeckt. Und die steinzeitlichen Malereien sogar erst 11 Jahre später. Fast 1.000 Bilder zeigen Tiermalereien und abstrakte Zeichnungen. Zunächst hielt man die Deckengemälde für Fälschungen, konnte man doch kaum glauben, dass die frühen Menschen zu solch künstlerischen Leistungen fähig gewesen sein sollen.

Höhlenmalerei in der Höhle von Altamira

Die rund 270 Meter lange Höhle weitet sich nach einem Vorraum in einen großen, natürlichen Saal, dessen Wände und Decke mit Darstellungen von liegenden und laufenden Wisenten, Hirschen, Pferden und allerlei Jagdtieren bedeckt sind. Da die Ausdünstungen der Besucher die Zeichnungen zu schädigen begannen, wurde die Originalhöhle für die Allgemeinheit gesperrt und ein originalgetreuer Höhlennachbau im Museum errichtet. Wer dennoch die Originalhöhle besuchen möchte, in die täglich nur noch 25 Personen eingelassen werden, muss einen Antrag stellen – die Wartezeit beträgt allerdings drei Jahre. Die Höhle von Altamira gehört seit 1985 zum UNESCO Welterbe.

Montserrat

Das Kloster von Montserrat

Der „zerstörte Berg“, wie Montserrat in der wörtlichen Übersetzung heißt, erhebt sich etwa 50 Kilometer nordwestlich von Barcelona und ist mit seiner eindrucksvollen Landschaft und dem auf einer Höhe von 725 Metern gelegenen Kloster ein beliebtes Ausflugsziel. Das Bergmassiv ragt über sanften Hügeln schroff mehrere Hundert Meter in die Höhe.

Von hier aus hat man einen herrlichen Blick auf die Pyrenäen auf der einen Seite, auf der anderen Seite kann man an klaren Tagen das Meer sehen. Zwischen den zerklüfteten Felsen führen alte Pfade durch Pinienwälder, weiter oben zwischen steilen Felswänden hindurch an der Gorra Frígia vorbei zur Ermita Sant Jeroni und über Steintreppen wieder hinab zum Kloster. Der Pilgerpfad führt zum Kloster, welches auch mit einer Seilbahn erreicht werden kann. Montserrat ist eine unvergleichbare Gegend: Wanderer und Naturliebhaber finden dort alles, was das Herz begehrt.

Das Benediktinerkloster „Santa Maria de Montserrat“ ist vor allem für die Mariendarstellung weltweit bekannt. Die Darstellung wird in dem Kloster seit dem 12. Jahrhundert aufbewahrt. Besonders sehenswert sind zudem die Basilika, das Museum und die Plaza de Santa Maria mit dem gotischen Kreuzgang, der sich zum Kloster hin öffnet. Hauptattraktion ist La Moreneta („die kleine Dunkle“), eine bemerkenswerte hölzerne Madonnenfigur. Das Kloster ist zudem wegen seiner bedeutenden Gemäldegalerie und der Escolina, dem berühmten Knabenchor, weltweit bekannt geworden. In dem Museum von Montserrat sind Jahrhundert alte Schätze aufbewahrt, welche die Geschichte der Region aufzeigen.

Sagrada Familia Barcelona

Der großartigste Bau von Barcelona, der Hauptstadt Kataloniens, ist zugleich das Hauptwerk von Antoni Gaudí: die bis heute unvollendete Kirche La Sagrada Familia, in gigantischen Dimensionen mit überbordernder, symbolträchtiger Formensprache. Die Fassade der Basilika zeigt biblische Geschichten und versteckte Botschaften. Sie befindet sich in der Altstadt Barcelonas und ist das meistbesuchte Gebäude Spaniens. Neben der die Basilika mit ihrem unglaublich interessanten Erscheinungsbild ziehen ständig wechselnde Ausstellungen Besucher an.

Der Grundstein der Sagrada Familia, der Sühnekirche der Heiligen Familie, wurde am 19. März 1882 gelegt. Der ursprünglich neogotische Entwurf wurde in einen fantasievollen, organischen Baustil des Modernisme abgeändert und ausgeführt. Im Jahr 2026, wenn sich der der Todestag Gaudís zum 100. Mal jährt, soll der bis heute unvollendete Bau abgeschlossen sein.

Sagrada Familia Barcelona

Zwei Schaufassaden zieren die Sagrada Familia. Nach Osten ausgerichtet liegt die sogenannte Geburtsfassade, die die Geburt Jesu darstellt und noch fast zu Lebzeiten des Architekten vollendet wurde. Im Westen zeigt sich die Passionsfassade, die durch geometrische Linienführung geprägt ist. Mit dem Bau der Hauptfassade wurde noch nicht begonnen. Die Türme mit ihren filigran gearbeiteten Spitzen sind zu einem Wahrzeichen Barcelonas geworden.

Die Höhe der Sagrada Familia überwältigt den Betrachter: 75 Meter sind es von der Apsis bis zur Decke. Die Gewölbe werden von steinernen Säulen getragen, die sich wie Bäume nach oben strecken und verzweigen. Durch die geometrisch gemusterten Fenster dringt sanftes Licht in den sakralen Raum. Unter der Apsis liegt die Krypta mit der Christuskapelle, in der sich das Grab Gaudis befindet.

Kathedrale von Santiago de Compostela

Als Höhepunkt des Jakobswegs gilt die Kathedrale von Santiago de Compostela. Eine Legende besagt, dass sie über den sterblichen Überresten des Apostels Jakobus errichtet worden ist. Dieser verlor sein Leben in Jerusalem und wurde durch seine Jünger auf dem Wasserweg nach Galicien überführt. Mit etwas Glück können Besucher der überaus beeindruckenden Kathedrale dabei sein, wenn der riesige Weihrauchkessel geschwenkt wird. Es werden 8 Männer benötigt um das an Seilen hängende Gefäß zu bewegen. Als Meisterwerk der Architektur wird die Eingangshalle aus dem Jahr 1188 angesehen.

Die Fertigstellung der Kathedrale zog sich bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts hin. Die beiden wuchtigen Fassadentürme wurden erst 1750 fertiggestellt. Die lange Bauzeit brachte es mit sich, dass ich reine Romanik und üppigster Barock mischen. Dieses Nebeneinander beherrscht auch die Fassade. Der mit reichem Skulpturenschmuck versehene Pórtico de la Gloria wird von einem spätbarocken Vorbau verdeckt.

Die Kathedrale von Santiago de Compostela

Im Inneren setzt sich der Stilmix fort: Die eindrucksvolle romanische Formensprache des Gebäudes ist teilweise mit üppigstem Barockschmuck überzogen, das Ganze gipfelnd im goldenen Hochaltar mit der versilberten Figur des heiligen Jakobus aus dem 13. Jahrhundert im Mittelpunkt.

Die Stadt Santiago de Compostela ist praktisch um die Kathedrale herum gewachsen und präsentiert sich heute wie ein kulturhistorisches Freilichtmuseum. Zahlreiche, vor allem barocken Kirchen warten auf Besucher, pittoreske Altstadtgassen bieten dem Touristen ebenso wie dem frommen Pilger weltliche Erholung.

Palacio Real

Die offizielle Residenz des spanischen Königshauses befindet sich im Stadtzentrum von Madrid. Die Hauptstadt Spaniens ist nicht nur der geografische Mittelpunkt der Iberischen Halbinsel, sondern war einst auch das Zentrum eines Reiches, in dem die „Sonne nie untergang“. Heute wird das barocke Schloss nur noch für Staatsempfänge oder Zwecke der Landesrepräsentation genutzt. Der Öffentlichkeit steht das Schloss offen und beeindruckt durch die verschiedenen Stilrichtungen und Kunstschätze.

Der Königspalast von Madrid

Ein wahrhaft königlicher Empfang wartet auf die Besucher des Palacio Real: Eine riesige weiße, zweiläufige Treppe schwingt sich zum Hauptgeschoss empor. Der italienische Architekt Francesco Sabatini ließ sie aus feinstem Toledo-Marmor fertigen. Der weiße Stein bringt Helligkeit und Leichtigkeit in diese riesige, repräsentative Eingangshalle. Zudem sorgt er dafür, dass sie trotz der vielen Rundbögen, Säulen und Verzierungen nicht überladen wirkt.

Üppige Fresken dekorieren die Decken und fangen zwischen dem Marmor den Blick. Am prominentesten ist die Deckenmalerei „Triumph der Religion und der Kirche“ von Corrado Giaquinto. Das Treppenhaus ist mit allegorischen Deckengemälden geschmückt. Zentrale Gestaltungselement der Eingangshalle ist die Statue Carlos‘ III. – sie zeigt ihn als römischen Kaiser. Die Palastkappelle Capilla Real wird heute für Gottesdienste, Konzerte und Beerdigungen von Mitgliedern der königlichen Familie genutzt und ist immer aufwendig geschmückt.

Märkte in Valencia

Valencia ist heute eine lebendige und heitere Stadt mit mediterranem Charme, wo man ausgelassene Feste wie die „Fallas“ feiert. Zudem ist Valencia berühmt für seine zahlreichen Märkte – am bekanntesten ist sicherlich das vornehme Gebäude der Lonja. Der größte Markt der Stadt ist jedoch der Zentralmarkt (Mercado Central); wegen seiner Klarheit und Helligkeit, wegen der durchdachten Anordnung der Stände und nicht zuletzt dank des weiten Vorplatzes gilt die gesamte Anlage als Meisterwerk der Modernisme.

Von dort ist es nicht weit zu den viel besuchten Marktständen auf der Plaza Redond; die Händler dort sind den ganzen Tag über im Einsatz. Spaziert man von hier aus Richtung Hauptbahnhof, stößt man auf den attraktiven Blumenmarkt, der jeden Tag auf der Plaza del País Valenciano aufgebaut wird. Im „neuen“ Viertel kann man geruhsam über den Mercado de Colón schlendern.

Plaza de Toros - Valencia

Die Stierkampfarena in Valencia ist ein Highlight bei jedem Spanien-Aufenthalt. Im Jahr 1860 wurde die im neoklassischen Stil erbaute Arena fertiggestellt und heute werden dort sehr viele Kämpfe besonders während der Festwochen ausgetragen. Daneben gehören aber auch Theatervorführungen und Feste zu den regelmäßigen Veranstaltungen. Angeschlossen ist das Stierkampfmuseum „Meseo Taurino de Valencia“.

Mehr als 300 Jahre Geschichte des Stierkampfes werden dort auf interessante Art wiedergegeben.

Nationalpark Ordesa y Monte Perdido

Der Nationalpark ist auch unter dem Namen „Ordesa Nationalpark“ bekannt und der über 3.000 Meter hohe Monte Perdido ist Teil des Parkes. Der Ordesa-Nationalpark mit seinen Tälern und Schluchten inmitten eines Kalksteinmassivs ist ein echtes Naturparadies in den Pyrenäen. Herzstück dieses Parks im Hochtal des Flusses Arazas ist eine Schlucht, deren Hänge aus 1000 Metern Höhe abfallen. Neben einer atemberaubenden Flora und Fauna

sind dies die tiefsten Schluchten des Kontinents. Die beste Zeit, auf den Wanderwegen des Circo de Soaso auf Entdeckungsreise zu gehen, ist zwischen Mai und September. Am Weg liegen Aussichtsplätze und Burghütten sowie der eindrucksvolle Wasserfall Cola de Cabolla („Pferdeschweif“), dessen Fluten etwa 80 Meter in die Tiefe stürzen. Der beschauliche Ort Torla, mit seinen alten gepflasterten Gassen und Wegen sowie den hübschen Schieferdächern bildet den Eingang zu Park.

Die Rolandsbresche im Nationalpark Ordesa

Der ehrfurchtgebietende Pico de Aneto in der Provinz Huesca auf 3404 Metern Höhe ist der höchste Gipfel der Pyrenäen und der dritthöchste Spaniens. In der Abgeschiedenheit des Massivs und der unberührten Natur haben sich ursprüngliche Wälder erhalten.

Eine Wanderung beginnt klassischerweise an der Bergütte La Renclusa in 2140 Metern Höhe. Da der Blick vom Gipfel am Morgen besonders klar ist, lohnt sich der frühe Aufbruch. Der Aufstieg dauert etwa fünf bis sechs Stunden und gilt als einfach zu bewältigen. Auf dem Weg überquert man Geröll, Schutt und Gletscher. Knapp vor dem Gipfel übersteigt man auf dem Grat eine schmale, ungeschützte Felspassage, die sogenannte Brücke des Mohammed. Vom Gipfel aus genießt man den beeindruckenden Blick in Richtung Norden über den schneebedeckten Maladeta sowie nach Süden über die Hochebenen von Aragón.

Landschaften der Extremadura

Die karge, spärlich besiedelte, aber umso beeindruckendere Landschaft der Extremadura im Südwesten Spaniens ist vor allem etwas für all jene, die nahezu unberührte Natur suchen. Besonders Vogelliebhaber kommen hier auf ihre Kosten, etwa im Nationalpark Monfragüe. Neben ruhigen Gebirgszügen und Tälern gibt es hier aber auch kulturelle Sehenswürdigkeiten wie etwa die Regionalhauptstadt Mérida mit ihrer römischen Vergangenheit oder die schöne Altstadt von Cáceres.

Extremadura Spanien

Im 18.000 Hektar umfassenden Nationalpark Monfragüe in der Provinz Cáceres findet man eine herrlich ursprüngliche mediterrane Wald- und Wiesenlandschaft. Der hügelige Park ist umgeben mit von Steineichenwäldern bewachsenen Bergen, durchflossen von klaren Bächen und durchzogen von fruchtbaren Uferlandschaften an Stauseen und Flüssen. Neben verschiedenen Vogelarten leben hier auch Säugetiere wie Rothirsche, Fischotter und Wildkatzen.

Weitere Sehenswürdigkeiten sind die prähistorischen Höhlenmalereien von Monfragüe wie in der Cueva del Castillo de Monfragüe sowie die mittelalterliche Brücke Puente del Cardenal über dem Tajo, die seit dem Fluten der Stauseen der Gegend nur noch bei niedrigem Wasserstand zu sehen ist. Ein informatives Besucherzentrum findet sich im Dorf Villareal de San Carlos, in dem der Zugang zum Naturpark liegt.

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