In vielen Ländern der Welt, insbesondere aber in Europa, nimmt die Zahl der Masernerkrankungen seit einigen Jahren wieder deutlich zu. In Italien wurden seit Anfang des Jahres landesweit ca. 3.670 Infektionen gemeldet, 3 Menschen sind verstorben. Aus diesem Grund hat sich das Land ab sofort entschieden die Impfpflicht für Masern einzuführen. Was die Masernimpfung für Italienurlauber und Reisen nach Italien bedeutet, wird nachfolgend erläutert.

Toskana, Venetien, Sizilien – Vor Italienreise Masernimpfung prüfen

Am stärksten betroffen sind in Italien die Regionen Piemont, Lazio, Lombardei, Toskana, Abruzzen, Venetien und Sizilien. Vom Masernausbruch in Italien sind bisher überwiegend Jugendliche und junge Erwachsene betroffen. Jugendliche und Erwachsene, die nicht geimpft sind, zeigen oft einen atypischen und schweren Krankheitsverlauf. Ende Juli 2017 hat Italien die umstrittenen Pflichtimpfungen für alle Kinder und Jugendlichen unter 17 Jahren beschlossen. Eltern müssen ihre Kinder nun gegen zehn Krankheiten impfen lassen, neben Masern auch gegen Mumps, Röteln, Keuchhusten und Windpocken.

Masern Symptome – Die Krankheit im Urlaub schnell erkennen

Erste Symptome einer Masernerkrankung sind Fieber, Bindehautentzündung, Erkältungsbeschwerden sowie ein Enanthem, ein Ausschlag im Bereich der Mundschleimhaut. Meist tritt die Krankheit im Kindesalter auf und verläuft undramatisch. Jedoch kann eine Maserninfektion auch schwere Komplikationen wie Lungen- oder Gehirnhautentzündungen zur Folge haben. Gerade Erwachsene erkranken oft schwerer. Bleiben Sie gesund im Urlaub!

Das charakteristische makulopapulöse Exanthem – knotig-fleckige Veränderungen der Haut – tritt erst wenige Tage später auf und klingt nach vier bis sieben Tagen von allein wieder ab. Eine Maserninfektion erhöht das Risiko für bakterielle Superinfektionen wie eine akute Mittelohrentzündung, eine Lungenentzündung oder eine Bronchitis. Auch das Auftreten einer akuten postinfektiösen Hirnhautentzündung sowie einer subakuten sklerosierenden Panenzephalitis (SSPE) sind möglich.

Masern sind hochansteckend und werden durch den gleichnamigen Virus hervorgerufen. Die Übertragung des Erregers erfolgt hauptsächlich durch das Einatmen infektiöser Tröpfchen, aber auch durch Kontakt mit Sekreten erkrankter Personen. Noch immer sind Masern in vielen Ländern der Welt weit verbreitet – betroffen sind entgegen der landläufigen Meinung nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene.

Masern: Erste Maßnahmen bei Erkrankung

Falls Sie den Verdacht haben, dass eine Person aus Ihrer Familie oder Reisegruppe an Masern erkrankt ist, müssen Sie handeln. Masern sind äußerst ansteckend. Jeder Kontakt mit Personen, die nicht geimpft oder durch eine frühere Masern-Erkrankung geschützt sind, ist zu vermeiden. Der unverzügliche Gang zum Arzt ist notwendig. Masernerkrankungen sind auch in Deutschland meldepflichtig. Wer an Masern erkrankt ist, benötigt Bettruhe und ärztliche Betreuung.

Masernimpfung vor Italien-Urlaub nicht vergessen
Besonders betroffen sind die Regionen Piemont, Lazio, Lombardei, Toskana, Abruzzen, Venetien und Sizilien

Schutzimpfung gegen Masern

Die Schutzimpfung gegen Masern enthält einen Lebendimpfstoff und ist sehr zuverlässig. Sie sollte bei Kleinkindern innerhalb des zweiten Lebensjahres durchgeführt werden. Um einen vollständigen Impfschutz zu erreichen, sind zwei Impfungen notwendig. Gerade die zweite Impfung vergessen Eltern jedoch häufig. Seit August 2010 empfiehlt die Ständige Impfkommission des Robert Koch-Instituts (STIKO) die Masernimpfung in Deutschland auch für alle nach 1970 geborenen Erwachsenen, die in der Kindheit nicht oder nur einmal geimpft wurden. Urlauber, die Länder besuchen, in denen Masern weit verbreitet sind, sollten vor Antritt der Reise den eigenen Impfschutz prüfen und die Masernimpfung gegebenenfalls nachholen.

Die Schutzimpfung gegen Masern enthält einen Lebendimpfstoff und ist sehr zuverlässig. Sie sollte bei Kleinkindern innerhalb des zweiten Lebensjahres durchgeführt werden. Um einen vollständigen Impfschutz zu erreichen, sind zwei Impfungen notwendig. Gerade die zweite Impfung vergessen Eltern jedoch häufig. Seit August 2010 empfiehlt die Ständige Impfkommission des Robert Koch-Instituts (STIKO) die Masernimpfung in Deutschland auch für alle nach 1970 geborenen Erwachsenen, die in der Kindheit nicht oder nur einmal geimpft wurden.

Andere Länder mit steigenden Masernerkrankungen

Auch aus Spanien, Belgien, Österreich und Rumänien werden hohe Fallzahlen gemeldet. Frankreich führt ebenso die Impfpflicht ein. Die Ständige Impfkommission des Robert Koch-Instituts empfiehlt die Schutzimpfung gegen Masern im Kindesalter durchzuführen. Reisende, die Länder besuchen, in denen Masern verbreitet sind, sollten den eigenen Impfstatus prüfen und gegebenenfalls vor Antritt der Reise die Impfung nachholen, so das CRM Centrum für Reisemedizin.

Masernimpfung Italien Reisetipp

Die Nachlässigkeit im Impfverhalten ist der Hauptgrund, weshalb sich die hochansteckende Masern Virusinfektion seit einigen Jahren in vielen Ländern wieder vermehrt ausbreitet. Italien führt 2017 Impfpflicht für Masern ein. Urlauber, die Italien besuchen, sollten vor Antritt der Reise den eigenen Impfschutz prüfen und die Masernimpfung gegebenenfalls nachholen. Es besteht keine Impfpflicht für Urlauber, aber sie ist dennoch angeraten. Dies betrifft nicht nur Kinder und Jugendliche. Es ist zu berücksichtigen, dass auch Erwachsene, die die Krankheit in der Kindheit nicht durchgemacht haben oder nicht geimpft sind, erkranken können. Die Masern-Impfung wird am besten in Kombination mit einer Mumps- und Röteln-Impfung vorgenommen.

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