Madeira gilt als ein Land des ewigen Frühlings und als Blumeninsel. Denn das Klima in Madeira wartet ganzjährig mit milden Temperaturen ohne große Extreme auf. Viele Reisende empfinden daher trotz der relativen hohen Luftfeuchtigkeit das Wetter in Madeira als äußerst angenehm. Knappe 600 Kilometer von der afrikanischen Küste entfernt ist ein so mildes, gemäßigtes Klima erstaunlich.

Klima in Madeira – Jede Reisezeit ist richtig

Das charakteristisch subtropische Madeira-Klima ist durchaus nicht als einheitlich zu bezeichnen. Gebirge und Steilküsten beherrschen die Insel. Das ergibt Höhenunterschiede von bis zu 1800 Metern. Daher sind oft überraschende Unterschiede von einer Bucht zur anderen, von Tälern im Landesinneren zu den Küstendörfern an den Flussmündungen festzustellen: Mag an einem Ort kühler Wind von der See blasen, wärmt wenige Kilometer weiter die subtropische Sonne.

Herrscht in Deutschland Hochwinter, ist auf der portugiesischen Insel im Atlantik immer noch mit verlässlichen fünf Stunden Sonnenschein pro Tag zu rechnen und mit Tiefsttemperaturen bis maximal um die 17 °C. Dabei lässt es sich in Jacke oder leichtem Pullover immer noch gut draußen beim Kaffee sitzen und subtropisches Flair genießen.

Sonnenuntergang an einsamen Strand

Wer sich nicht an regelmäßigen Regenschauern stört, der kann um diese Zeit wunderbare Wander- oder Fahrradtouren machen. Stille Buchten, tiefe Täler, Berg- und Fischerdörfer oder alte Wallfahrtsorte locken ebenso wie die unberührte, oft bizarre und überwältigend schöne Natur im Landesinneren. Die Insel gilt generell als ein wahres Wander-Paradies. Diese bestätigen auch zahlreiche Routen-Empfehlungen die in vielen Madeira Reiseführer zu finden sind. Im südlichen Teil ist auch im Januar und Februar mit viel Sonne und blauem Himmel zu rechnen, während die schroffen vulkanischen Gebirge im Zentrum und im Norden sich gern in Regenwolken oder dichten Nebel hüllen.

Die Jahreszeiten auf Madeira

Im Winter ist das Madeira-Wetter überwiegend feucht. Die Regenhäufigkeit ist zwischen Oktober und März am größten. Im Norden regnet es im Vergleich mehr. Mangels Frost gedeiht ganzjährig auf der gesamten Insel eine üppige und überwältigend schöne Vegetation mit Pflanzen, die von keinem anderen Ort der Welt bekannt sind. Im Frühjahr lassen die Niederschläge nach und alles blüht. Die Monate ab März gelten daher als die beste und schönste Zeit für Madeira-Reisen. Eine sommerliche Badesaison dürfen Reisende allerdings erst im September erwarten. Und auch da erreicht der kalte Atlantische Ozean bestenfalls 22 Grad C. Die Höchsttemperaturen steigen nicht ins Extreme, sondern bleiben stabil bei angenehmen 25 Grad.

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Madeira Badebuchten zu jeder Jahreszeit

Da Madeiras Küste von Felsen geprägt ist und diese steil abfallen, wird die Insel nicht durch natürliche weiße Sandstrände geprägt. Wer auf Madeira Baden möchte, kann kleine versteckte Badebuchten aufsuchen. Eine Möglichkeit ist, in Richtung Arco de Calheta zwei Tunnels zu durchfahren. Linker Hand führt eine steile Treppe zum kleinen Strand.

Per Hubschrauber und Lift

Weitere Möglichkeiten in schmalen Buchen auf Madeira Baden zu gehen sind bei Praia da Fajã do Cabo Girão bei den Klippen Cabo Girão. Der schmale Kieselstrand kann meerseitig nur mit einer Seilbahn erreicht werden. Mit künstlicher Hilfe, nämlich mit einem Paroramalift oder mittels Hubschrauber können Sonnenanbeter auch in die intime Bucht von Praia da Fajã dos Padres nahe der Gemeinde Cabo Girão gelangen. Duschen, Umkleidekabinen und ein Restaurant laden zum Verweilen ein.

Die Bucht von Campanário liegt ebenfalls am Fuße einer Klippe, umgeben von klarem Wasser. Für den halbstündigen Fußmarsch zum Kieselstrand ist gutes Schuhwerk vonnöten. Sonnenhungrigen stehen Duschen und WC´s zur Verfügung. Zudem lädt eine Bar an diesem abgeschiedenen Ort ein, Cocktails zu genießen. Keine dieser Annehmlichkeiten werden leider in der kleinen Bucht von Calhau da Lapa angeboten.

Von Buchten zu „künstlichen“ Stränden

Im Südwesten der Insel lädt auch die Bucht von Câmara de Lobos bei der Gemeinde Piscinas das Salinas ein. Und in Câmara de Lobos kann am schmalen Strand Praia do Vigarío auch Wassersport betrieben werden Bei Porto Moniz, Seixal und Porto da Cruz existieren bewachte, von Lavafelsen umrahmte Buchten. Um aber den Mangel an Stränden auszugleichen, wurde an den Küsten bei Calheta und Machico nordafrikanischer Sand aufgebracht. Auch der Strand von Paúl do Mar wurde so für Touristen „erschlossen“, um nicht nur in kleinen Buchten auf Madeira Baden zu können. Immer relevant ist die Antwort auf die Frage nach dem Madeira-Wetter.

Madeira im Winter – Reiseklima

In Madeira wird es im Sommer niemals zu heiß. Nur an wenigen Tagen im Jahr steigt, durch aus Afrika kommende Winde, die Temperatur auf bis zu 33 Grad Celsius. Die Wintermonate sind geprägt von angenehmen mäßigen Temperaturen um 20 Grad Celsius. Dabei muss erwähnt werden, dass im Winter mehr Regentage auf Touristen zukommen als in den Sommermonaten. In der Regel sind es jedoch nur kurze Schauer, welche schnell wieder verziehen. Selbst die Wassertemperatur liegt in den Wintermonaten immer noch bei etwa 19 Grad. Badespaß ist also auch in dieser Zeit garantiert. Einen Überblick über das Klima auf Madeira der jeweiligen Jahreszeiten ist hier.

Sehenswertes auf Madeira im Winter

Wenn es anderswo kalt, nass und ungemütlich wird, dann erblüht Madeira im wahrsten Sinne des Wortes. Die bunten und frischen Farben der blühenden Akazien, Weihnachtssterne oder des Frauenschuhs sorgen für ein einzigartiges Farbenspiel. Schon allein deshalb ist Madeira im Winter eine Reise wert.

Klima in Madeira
Zahlreiche Wandermöglichkeiten bieten sich neben einem Badeurlaub

Zwei Drittel der Insel stehen unter Naturschutz. Und auch oder besonders im Winter fasziniert die exotische Vegetation. Naturliebhaber kommen auf Madeira voll auf ihre Kosten. Zahlreiche Wanderwege durch die üppige Flora der Insel und die seltenen Lorbeerwälder zeigen Madeira von ihrer grünen Seite. Sollte es doch einmal regnen, stehen Touristen eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten und Museen offen. Besonders sehenswert sind die Höhlen von São Vicente. Die Höhlen setzen sich aus einer Reihe von Lavatunneln zusammen. Märchenhaft muten die Stalaktiten und Lavaanhäufungen an. Für Besucher sind die Höhlen auch im Winter geöffnet. In dem dazugehörenden Vulkanologie-Zentrum wird auf eindrucksvolle Art und Weise die vulkanische Entstehung von Madeira aufgezeigt.

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Madeiras beste Reisezeit

Während des Jahres bestimmen Feuchtigkeit bringende Winde von der Küste Portugals in Richtung Kapverden Madeiras Wetter. Während der Sommermonate herrschen Passatwinde aus Nordost und im Winter Westwinde vor. Im Winter ist es auf der Insel vor allem in höheren Lagen relativ feucht. Sonnig und wolkenlos bieten sich die Monate von Mai bis September an. Es sollte jedoch immer wieder mit kurzen Regengüssen gerechnet werden.

Bei einem Urlaub oder einer Erkundungstour auf Madeira ist das Meer nie weit entfernt und lädt zum Baden, Entspannen oder Spazierengehen ein. Das kristallklare Wasser mit seinen auch im Winter angenehmen Temperaturen zieht besonders Taucher und Wassersportler an. Der kühlste Monat auf Madeira ist der Dezember mit durchschnittlichen Temperaturen von 19 Grad Celsius. Die wärmsten Monate sind Juli und August mit durchschnittlich 25 Grad Celsius. Bestes Wetter finden Urlauber zwar von Mai bis September vor, doch aufgrund des milden, aber doch subtropischen Klimas eignet sich die Insel für ganzjährige Besuche.
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